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Ausgabe 463  |  8. Dezember 2011  |  Keine Kommentare | Fehler entdeckt Artikel merken Artikel verschicken Artikel verschicken Artikel verschicken |  Schriftgröße:
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  KinoTip
In Time – Deine Zeit läuft ab (SciFi/Thriller)
„Ich habe keine Zeit“ - dieser Satz bekommt im SciFi-Thriller von Regisseur und Drehbuchautor Andrew Niccol eine ganz andere Bedeutung.

(sar) In der nahen Zukunft ist es den Menschen gelungen, den Alterungsprozess aufzuhalten. Dieser stoppt im Alter von 25 Jahren. Ab diesem Zeitpunkt lebt man nur noch ein einziges Jahr, wenn man sich nicht zusätzlich noch Zeit erarbeitet. Zeit hat Geld als Währung abgelöst und ist als digitaler Zahlencode auf dem Arm eingeprägt. Die Reichen haben oft Millionen Jahre zur Verfügung, während die Armen von Tag zu Tag leben. So auch Will Salas (Justin Timberlake), der in der Zeitzone der Armen lebt und täglich ums Überleben kämpft. Doch als er auf den Selbstmörder Henry Hamilton (Matthew Bomer) trifft, verändert sich sein Leben. Will bekommt von ihm 100 Jahre geschenkt und sieht so seine Chance gekommen, in die Zone der Reichen vorzustoßen und der Gerechtigkeit seinen Lauf zu lassen. Die Timekeeper sind Will aber schon auf den Fersen, denn sie halten ihn für einen Zeitdieb. Zusammen mit seiner Geisel Sylvia Weis (Amanda Seyfried) gelingt Will die Flucht. Das Paar überfällt nun die Zeitbanken der Reichen und verteilt den Großteil ihrer Beute im Ghetto der Armen. Doch ihnen bleibt nicht mehr genügend Zeit...

Der Zukunftsthriller à la Bonnie und Clyde scheint zunächst banaler als er ist. Multitalent Justin Timberlake glänzt hier neben der bezaubernden Amanda Seyfried in seiner ersten Actionrolle. Das Thema Zeit als Währung setzt Andrew Niccol gekonnt um, wobei er zwar die Regeln der Welt vorgibt, aber dem Zuschauer selbst überlässt, sich aus den Eindrücken ein Bild zu machen. Ein Kaffee kostet vier Minuten, eine Busfahrt zwei Stunden. Was fangen wir mit der Zeit an, die uns gegeben ist? Der Film hat durchaus philosophische Ansätze und regt zum Nachdenken an. „In Time“ ist Satire und Gesellschaftskritik zugleich und Zeit ist ja bekanntlich Geld.

8 von 10 Punkten


Dieser Beitrag stammt von Sarah Schlechtweg aus der 463. Ausgabe des Tip vom 8. Dezember 2011 und wurde bereits 1514 mal aufgerufen.

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